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Ukuba noma Unkungabi

16,00 

Im Kammer-Groove durch Südafrika

 

Beschreibung


Ukuba noma Unkungabi

„Das Konzept ist anders: Ich wollte mich nach zwanzig Jahren mit PILI PILI nicht wiederholen. Pili Pili ist ja in den 20 Jahren ein Konzept mit afrikanischer Musik und afrikanischen Musikern gewesen, bei dem das Afrikanische auch der Ausgangspunkt war. Das wollte ich jetzt einmal umdrehen. Wir sprechen immer von Weltmusik, und da ist es für uns Europäer ganz klar: Afrika, ja das ist fremd. Wir versuchen dann mit unseren musikalischen Vorstellungen ein Konglomerat aus afrikanischer und europäischer Musik zu entwickeln. Und bei dieser Beziehung spricht man dann von Weltmusik. Mit dem neuen Album habe ich nun in Europa angefangen. Ich wollte mich nicht nach afrikanischen Kulturen richten, sondern von einem europäischen musikalischen Gedanken ausgehen. Ich möchte also jetzt eine europäische Musik machen. Ich habe jetzt als Europäer komponiert, und an der Umsetzung haben nun auch Afrikaner mitgewirkt, aber eben auch Streicher aus dem Balkan und eine Saxofonistin aus Amsterdam. Bei den Konzerten wird dann auch noch ein niederländischer Kontrabassist mitspielen.“ Jasper van’t Hof

Vor sechs Jahren erschien das bisher letzte Album der Ethno-Groove-Band PILI PILI zu deren 20. Geburtstag als aufwendiges, reich bebildertes Buch mit 2 CDs unter dem Titel „Post Scriptum“ (JARO 4255/56-2). Das schien eine Art Schlusspunkt für Jasper van’t Hof zu sein, eben eine „Nachschrift“, die das bisher Gesagte abschließend kommentierte, und bald darauf stellte er mit den Bläsern von PILI PILI sein Projekt HOTLIPS vor. Aber Afrika und seine Musik haben den niederländischen Pianisten, Keyboarder und vielseitig interessierten Komponisten, der sich gerne in den unterschiedlichsten musikalischen Metiers tummelt, einfach nicht losgelassen. Also gibt es jetzt ein neues PILI PILI-Album, allerdings eines mit ganz anderen, zumindest geänderten Vorzeichen.

Der Titel Ukuba noma Unkungabi weist nach Südafrika, und dort hatte PILI PILI schon 1999 neue musikalische Nahrung gefunden, als die Band mit dem Phikelela Sakhula Zulu Choir kooperierte. Aus diesem Chor kommt nun auch die Sängerin Smangele Khumalo, die auf der neuen CD die Leadstimme von PILI PILI ist. Soweit gibt es also musikalische Brücken. Ansonsten klingt diese neue PILI PILI-Besetzung anders, kammermusikalischer, wenn man so will, und das hat seinen Grund. Jasper van’t Hof formuliert das folgendermaßen:

„Das Konzept ist anders: Ich wollte mich nach zwanzig Jahren mit PILI PILI nicht wiederholen. Pili Pili ist ja in den 20 Jahren ein Konzept mit afrikanischer Musik und afrikanischen Musikern gewesen, bei dem das Afrikanische auch der Ausgangspunkt war. Das wollte ich jetzt einmal umdrehen. Wir sprechen immer von Weltmusik, und da ist es für uns Europäer ganz klar: Afrika, ja das ist fremd. Wir versuchen dann mit unseren musikalischen Vorstellungen ein Konglomerat aus afrikanischer und europäischer Musik zu entwickeln. Und bei dieser Beziehung spricht man dann von Weltmusik. Mit dem neuen Album habe ich nun in Europa angefangen. Ich wollte mich nicht nach afrikanischen Kulturen richten, sondern von einem europäischen musikalischen Gedanken ausgehen. Ich möchte also jetzt eine europäische Musik machen. Ich habe jetzt als Europäer komponiert, und an der Umsetzung haben nun auch Afrikaner mitgewirkt, aber eben auch Streicher aus dem Balkan und eine Saxofonistin aus Amsterdam. Bei den Konzerten wird dann auch noch ein niederländischer Kontrabassist mitspielen.“

Definiert wird der neue PILI PILI-Sound zwar weiterhin von den Keyboards van’t Hofs, aber daneben spielen nun auch die Streicher Vasile Darnea (Violine) und Anton Peisakhov (Violoncello) eine entscheidende Rolle. Mit der jungen Saxofonistin Tineke Postma, die wie eine Komet in der holländischen Jazz-Szene aufgestiegen ist und auch ihr eigenes Quartett betreibt, hat PILI PILI nun eine Bläserin, die über einen warm singenden Ton verfügt. Außerdem verzichtet PILI PILI nun auf ein Schlagzeug, setzt andererseits entschieden auf die Percussion-Instrumente von Dra Diarra, der neben Jasper van’t Hof der einzige Verbliebene aus früheren Tagen ist. Diese vordergründig akustische und kammermusikalisch anmutende Besetzung führt aber nicht etwa dazu, dass PILI PILI nun nicht mehr groovt, dazu steckt im Thema Südafrika einfach zu viel Rhythmus und letztlich ist Jasper van’t Hofs Liebe zu dem Sound Afrikas doch wieder zu groß: „Ich habe erst komponiert, und zwar für Streicher, später kam das Saxofon dazu, aber dann habe ich doch nicht die Finger vom Groove lassen können. Das ist nicht die Idee von Anfang an gewesen, aber ich muss dann zuletzt doch zugeben, dass ich nicht anders kann. Jetzt finde ich, dass es phasenweise ganz enorm groovt, und damit bin ich sehr zufrieden. Letzen Endes hat mich Afrika wieder eingeholt.“

Bleibt noch zu klären, was der geheimnisvolle Zulu-Titel „Ukuba noma Unkungabi“ überhaupt bedeutet. Der Geist von Hamlet steckt darin, denn er bedeutet „to be or not to be“, also „sein oder nicht sein“.

Jasper van’t Hof erläutert das so: „Für jemanden wie Smangele, die aus einem Township in KwaZulu Natal kommt, ist sein oder nicht sein eine naheliegende, weil alltägliche Frage der Existenz. Auf mich bezogen war es so: Die Band wurde nach 20 Jahren stillgelegt, weil ich das Gefühl hatte, in Bezug auf Afrika alles gesagt zu haben, was ich hatte sagen wollen. Nach sechs Jahren habe ich PILI PILI dann vermisst, ebenso das ganze Konzept und die Tatsache mit einer Band zu arbeiten. Und da hieß es auch to be or not to be, also: Willst du es noch einmal machen oder nicht?“

Er wollte, wie zu hören ist.

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