Karsilama

Karsilama

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Mit diesem Projekt hat der türkische Musiker OKAY TEMIZ seine international geprägten kompositorischen Ideen mit den archaischen Klängen traditioneller türkischer-orientalischer Instrumente zusammengebracht. Zu Zurnas und Darboukas spielt OKAY TEMIZ sein weltmusikalisches Repertoire an Percussioninstrumenten.

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Beschreibung

Das Projekt Karsilama wurde von OKAY TEMIZ erstmalig für das 2. Balkan Brass Meeting in Griechenland 1997 zusammengestellt. Es eröffnet ihm neue, interessante Perspektiven in seiner an Weltmusik-Experimenten reichen Karriere. Karsilama bedeutet ‚Zusammentreffen‘ und auch ‚Begrüßung‘.

„Die Zurna ist eins der ältesten Instrumente in der traditionellen Musik des Mittleren Ostens. Sie ist ein schwer zu spielendes Instrument, und ihr Klang hat einen rohen, ursprünglichen Charakter. Zum einen macht sie es dem Spieler nicht leicht, die Stimmung zu halten, andererseits ist die Zurna ein sehr lautes Instrument; daher wird sie von anderen Mit-Musikern oft nicht geliebt. Besonders gut paßt sie aber zusammen mit Trommeln wie der Davul-Darbuka, einer doppelt bespannten Trommel. Beide sind die wichtigstenen Instrumente bei traditionellen Hochzeiten, Tänzen und Beschneidungszeremonien.

In West-Thrakien an der Ägäis kommen manchmal 3, 4, 8 oder sogar 10 Zurna- mit Davul-Spielern zusammen und spielen bis die Mundstücke zerspielt sind. Meiner Meinung nach kommen die besten Musiker aus der östlichen Zentraltürkei und vom Balkan. Ahmet Özden ist ein junger Zurna Spieler, der die Technik und Überlieferung des Zurnaspiels von seinen Vorfahren gelernt hat.

Er fühlt sich zwar der Tradition des Zurnaspiels verpflichtet, deren Technik und Geschichte er bestens kennt; andererseits ist er ein Musiker, der ständig versucht, die Grenzen seines Instruments zu erweitern.

Wie bei all meinen Projekten benutze ich eine Menge verschiedener Percussion-Instrumente, die ich über die Jahre in den verschiedensten Ländern gesammelt habe. Insofern spiegelt dieses Projekt auch meine Sichtweise als ein ‚internationaler‘ Künstler wieder.

Die Zurna ist ein hölzernes Blasinstrument, das mit einem Rohr gespielt wird. Klanglich ist sie mit dem Dudelsack verwand, auch mit Klarinette und Saxophon, nur daß letztere mit einem Blatt statt einem Rohr gespielt werden. Wegen der Form des Röhrchens bedarf es einer größeren Anstrengung um überhaupt einen Ton zu erzeugen. Daher ist eine Zirkularatmung notwendig, die einen stetigen Luftdruck garantiert.

Wegen seiner Lautstärke ist die Zurna ein typisches ‚Open-air‘-Instrument. Dies ist sicher ein Grund, warum sie bei Hochzeiten, anderen Feiern und in archaischen Soldatenkapellen gespielt wurde. Verwand ist die Zurna u. a. mit der Tzurnay im Iran, der Zorna in Griechenland, der Zurla in Jugoslawien, der Bombarde in Frankreich, der Mizmar in Marokko, der Sunay in China und der Shenay in Indien.

Die Zurna wird in der ganzen Türkei gespielt. Die kleine Zurna (Cura Zurna) ist am Schwarzen Meer zu Hause, den durchdringendsten Klang hat die mittelgroße Zurna der Osttürkei, während die lange Zurna (Kaba Zurna) aus dem Westen und der Ägeis einen weicheren Klang hat. Auf Karsilama wurde nur die lange Zurna gespielt.“

(OKAY TEMIZ)

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