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Cicada

16,00 

“Cicada” ist eine Mischung aus Atmosphären, Farbschattierungen und Dynamiken einer amerikanischen Musikgruppe mit einem ganzen Planeten voller Klänge in ihren Fingerspitzen. Wie die Zikade, jenes geheimnisvolle Insekt, das nymphengleich und wurzelumgeben in der Erde lebt, aus der es dann hervorkriecht, um für kurze Zeit zu singen, ist die Musik von Hazmat Modine erdig und eins mit ihren Ursprüngen; während sie gleichzeitig auf rätselhafte, jenseitige Welten anspielt.

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Beschreibung

Kurze Info

Vier Jahre hat es bis zu Cicada gedauert, immer wieder wurden Ideen verworfen oder es fanden sich keine Termine für Kooperationen. So originell Bahamut auch war, trifft Cicada die Band auf einem spielerischen Niveau, das beim Debüt-Album nur angedeutet war. Hawaiigitarre, Cimbalom, Saiteninstrumente und auf Reisen der Band aufgenommene Sounds aus Indonesien, Slowenien, Amsterdam und Deutschland sowie in Schumans heimischen New Yorker Harlem gefundenen Klänge bereichern die Musik. Die Kraft einer echten Bläsergruppe ist etwas, was gewissermaßen die Bandsprache verwandelt hat. Und die dreistimmigen Harmonien sind sozusagen wie eine zweite Bläsergruppe. Die Band ist also größer, stärker, und hat in ihrer vielen vereinten Stimmen viel Power hinzugewonnen, da sie seit nunmehr vier Jahren in identischer Besetzung spielt.

Wie die Zikade, jenes geheimnisvolle Insekt, das nymphengleich und wurzelumgeben in der Erde lebt, aus der es dann hervorkriecht, um für kurze Zeit zu singen, ist die Musik von Hazmat Modine erdig und eins mit ihren Ursprüngen; während sie gleichzeitig auf rätselhafte, jenseitige Welten anspielt.

Die Besetzung der Band gibt Einblick in die Hazmat’sche Methodik: Schumans Gitarre, diatonische Mundharmonika und intensiv-erdiger Gesang geben den Ton an. Eine Bläserfraktion – Tuba, chromatische Mundharmonika, Trompete, Flügelhorn, Posaune, Tenor- und Baritonsax, Pikkoloflöte und Duduk geben das melodische Rüstzeug, während die Gitarren und Perkussionsinstrumente für den Groove sorgen.

Zu den 14 Titeln auf der CD gesellen sich Kooperationen mit der elektrisierenden Gangbé Brass Band aus Benin, sowie künstlerische Allianzen mit dem Kronos-Quartett, sowie der US amerikanischen Vokalistin Natalie Merchant.

„Wir leben in einem der goldenen Zeitalter der Weltmusik,“ sagt Schuman. „Musik kommt von überall her und das wird deutlich, wenn man auf Festivals spielt – da hast du Musiker aus der ganzen Welt: Afrika, Asien, Nord- Mittel- und Südamerika. Die gegenseitige Befruchtung ist offensichtlich. Wir leben in einer Zeit, in der so viele Musikrichtungen schon von anderen Musikrichtungen beeinflusst worden sind. Die Gangbé Brass Band, zum Beispiel, hat sehr vieles aus Amerika in ihre Musik integriert: Latin, Funk, Jazz, und natürlich auch Musik aus anderen afrikanischen Ländern. Aber wir können alle damit etwas anfangen, weil wir auch schon so viel davon aufgesaugt haben. Etwa wenn Gangbé ein Lied spielen und Du die Musik von Dizzy Gillespie hören kannst. Es ist als ob Du an einem Gespräch teilnimmst oder ein Ball wirfst; wir kennen alle die Bezugspunkte, aber sie kommen aus unseren eigenen Erfahrungen. Alles ist miteinander verbunden; wie sie amerikanische Musik fühlen widerspiegelt sich in der Art wie wir afrikanische Musik hören und umgekehrt.“

Vier Jahre hat es bis zu Cicada, gedauert immer wieder wurden Ideen verworfen oder es fanden sich keine Termine für Kooperationen. So originell Bahamut auch war, trifft Cicada die Band auf einem spielerischen Niveau, das beim Debüt-Album nur angedeutet war. Hawaiigitarre, Cimbalom, Saiteninstrumente und auf Reisen der Band aufgenommene Sounds aus Indonesien, Slowenien, Amsterdam und Deutschland sowie in Schumans heimischen New Yorker Harlem gefundenen Klänge bereichern die Musik. Die Kraft einer echten Bläsergruppe ist etwas, was gewissermaßen die Bandsprache verwandelt hat. Und die dreistimmigen Harmonien sind sozusagen wie eine zweite Bläsergruppe. Die Band ist also größer, stärker, und hat in ihrer vielen vereinten Stimmen viel Power hinzugewonnen, da sie seit nunmehr vier Jahren in identischer Besetzung spielt.

Unter den Tracks, auf denen Gastmusiker mitspielen, ist einer der Höhepunkte “Child of a Blind Man”, gemeinsam von Wade und der amerikanischen Schriftstellerin Elizabeth Gilbert komponiert und unter Mitwirkung von Natalie Merchant und der Gangbé Brass Band aufgenommen. Auf einer indonesischen Bergstraße geschrieben und über längere Zeit auf vier verschiedenen Kontinenten konstruiert, strotzt es vor Bildhaftem. “Kind eines blinden Mannes, Hund hinter der Tür, Bienen in einer Blechdose, Nägel auf dem Boden , Augen auf der Autobahn, Schlüssel in einer Schale, Regen am Montag, verkohlte Knochen.” Die Gangbe Brass Band steuert ihre eigenen Gesangs- und Bläserarrangements bei und die Melodie ist eine echte, aus tiefer musikalischer Verwandtschaft entstehenden Zusammenarbeit, die mit einer gemeinsamen Session im indonesischen Regenwald begann.

Der Titelsong „Cicada“ startet mittels eines gesprochenen Monologs, bevor er auf Improvisationskurs umschlägt und mit äthiopisch beeinflussten Polyrhythmen gepflastert wird – auch wenn er am Ende ganz amerikanisch klingt. „The Tide“ biegt von einer flotten Delta-Blues ab und ruft erst sudanesische Musik, dann „Mocking Bird“ aus dem Herzen Amerikas hervor, am Anfang fast ruhig mit gospelhafter Harmonien. Langsam steigert sich der Song, drums werden intensiver, während Gitarre und Tuba die Hilflosigkeit der Schlaflosigkeit beklagen. „2:47“ handelt ebenfalls von den Gedanken der stillen späten Stunden; in diesem Fall ist der Übeltäter jedoch kein Vogel, sondern ein abtrünniger Liebhaber dessen Rückkehr nach Hause weit überfällig ist.

Außer den Schuman Originalkompositionen finden sich auf Cicada auch drei Cover-Versionen, die thematisch genau dort hinpassen. Louis Jordans Blues-Klagelied „Buddy“, Frederick KnightsI’ve Been Lonely for So Long“, ein R&B aus dem Jahr 1972, sowie Irving BerlinsWalking Stick“. Diese Titel klingen aber ganz und gar nicht wie traditionell; die Seele von Hazmat Modine hat sie umgestaltet.

Cicada“ ist eine Mischung aus Atmosphären, Farbschattierungen und Dynamiken einer amerikanischen Musikgruppe mit einem ganzen Planeten voller Klänge in ihren Fingerspitzen. „Ich halte mich an keiner Strenggläubigkeit“, sagt Schuman. „Es ist nicht meine Absicht, Musik zu machen, die sich in irgendeine Szene einfügt; ich will einfach bestimmte Klänge hören. Gleichzeitig bin ich doch der Meinung, dass wir eine New Yorker Band sind, da der vielseitige Charakter dieser Band und ihre Besetzung für diese Stadt sehr typisch sind. New York ist der einzige Ort, wo man etwa einen großartigen Tubaspieler finden kann, der Latin, Blues, Rock und Afrikanisches spielen kann. Das spiegelt die Stadt und den grundlegenden Einwanderer- und Mischlingscharakter der amerikanischen Kultur wider, die Schönheit und die Seele dessen, was es bedeuten kann, amerikanisch zu sein.“

Promo Video

Das Lied „Mockingbird“ aus dem Album Cicada

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