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Das Projekt DADA Republic! basiert auf einer Drehbuchvorlage des flämischen Dadaisten Paul van Ostaijen, die bis 2006 unbeachtet blieb. In der beim JazzFest Berlin 06 uraufgeführten Performance treffen Künstler drei verschiedener Genres -- Modern Jazz, Ballett und Film -- aufeinander, um eine freie Umsetzung dieses Stoffes zu wagen. Erstmalig werden komponierte, choreographierte und gefilmte Sequenzen mit der Grundidee der freien Jazz-Improvisation kombiniert.
Idee und Konzeption:
Anke Hopfengart und Stephan-Max Wirth
Stephan-Max Wirth - Tenorsaxophon / Komposition
Bene Aperdannier - Fender Rhodes
Jaap Berends - Gitarre
Bub Boelens - Bass
Marcel van Cleef - Schlagzeug
Mario Schröder - Choreographie
Anne-Marie Warburton - Tanz
Tina Slabon - Tanz
Ayumi Sagawa - Tanz
Stefan Späti - Tanz
Michael Carstens - Film, Live Video Mix
Als Ende der 1920er Jahre ein Berliner Stadtteil von den Begründern des Berliner DADA Clubs zur „DADA-Republik“ erklärt wurde, war der flämische Dichter Paul von Ostaijen unter ihnen. In diese Zeit fällt sein grandioses Stummfilm-Drehbuch „De-Jazz Bankroet“, welches im Zeitgeschehen von November-Revolution und Spartakus Aufstand die Ereignisse in dadaistischer Manier widerspiegelt und von der Nachwelt bis heute gänzlich unbeachtet blieb.
Das Projekt „DADA Republic!“ ist der erstmalige Versuch, in einem einstündigen Bühnenprojekt, die Vielfältigkeit und Intensität dieses Drehbuchs durch Zusammenführung unterschiedlicher Genres umzusetzen. Dies haben sich drei renommierte Künstler der deutschen Kulturszene zum Ziel gesetzt. Der Berliner Saxophonist Stephan-Max Wirth trägt mit seinem deutsch-flämischen Jazzensemble die Musik zu diesem Bühnenprojekt bei. Eine tänzerische Ebene wird durch ausgewählte Mitglieder des Kieler Balletts unter der Leitung ihres Ballettdirektors und Chefchoreographen Mario Schröder übernommen. Diese einmalige improvisatorische Fusion wird während der Aufführung der Film- und Videokünstler Michael Carstens durch collagierte Live-Projektionen visualisieren. Dabei steht der wechselseitige Synergieeffekt der Genres Jazzmusik, Ballett und Film im
Mittelpunkt. Vorher auskomponierte, choreographierte und verfilmte Themen aus Ostaijens Drehbuch dienen als Inspirationsquelle zur weiteren interaktiven Improvisation aller beteiligten Künstler über den Originaltext.
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