The Shin Gewinner des Wettbewerbs "Creole - Weltmusik aus Deutschland" 08/09 The Shin ging beim 2. Bundeswettbewerb "Creole - Weltmusik aus Deutschland 2008/2009" als einer der drei Gewinner hervor und konnte so die begehrte Creole - Preisskulptur des georgischen Künstlers Levan Vardosanidze entgegennehmen. The Shin überzeugte die Jury besonders mit ihrer Spielfreude und kraftvoller Bühnenperformance.Wir gratulieren unserem creole-Preisträger The Shin herzlich zu der Auszeichnung.
Die georgische Formation begeisterte mit einer hochvirtuosen Begegnung von georgischer Mehrstimmigkeit und Polyrhythmik. In ihrem dynamischen, voller Spielfreude vorgetragenen Dialog zwischen Jazzrock, Flamenco und Funk finden sich auch originell verarbeitete Einflüsse des Gitarristen John McLaughlin.
Die Bühnenperformance von The Shin bildete mit ihren lebendigen Tanzeinlagen zudem einen der Live-Höhepunkte des creole-Finales 08/09.
The Shin, das sind Zaza Miminoshvili (Gitarren, Panduri, Gesang), Zurab J. Gagnidze (Bass, Gesang) und Mamuka Gaganidze (Perkussion, Gesang).
1998 wurde die Gruppe in Deutschland von Zaza Miminoshvili und Zurab Gagnidze gegründet, die beide seit 1994 in Deutschland leben. 2002 schloss sich Mamuka Gaganidze ihrem Duo an.
Die in Deutschland lebenden Musiker gehören mehrheitlich zur künstlerischen Elite Georgiens, haben mit internationalen Größen wie Randy Brecker, Giora Feidman, Gia Kancheli, Jorge Pardo, Chaka Khan, Okay Temiz, Fuat Saka, zusammengearbeitet, mehrere Workshops in Polyrhythmik, Improvisationstheorie und georgischer Mehrstimmigkeit abgehalten, sowie bei zahlreichen internationalen Festivals aufgetreten.
Der Klangteppich der The Shin entsteht durch die Begegnung des musischen Georgien mit der Musik Verschiedener Länder und Kulturen. Berühmte georgische Mehrstimmigkeit und instrumentale Virtuosität entfalten sich im Austausch mit Jazz Scat, Funk und Fusion, Flamenco und Indien, Ravel und McLaughlin. Wie Klingt es? Raffiniert, überraschend, modern, witzig, heiter und einfühlsam.
Im Georgischen bedeutet „Shin“ „nach Hause kommen“. Obwohl jeder von uns seine eigene Heimat hat und seine persönliche Art, nach Hause zu kommen, hat die Musik von The Shin die erstaunliche Fähigkeit die Zuhörer auf ganz besondere „heim“ zu führen, egal, wie weit es bis dahin ist. Es kann sein, dass Sie sich plötzlich irgendwo befinden, wo Sie denken, dass sie dort schon einmal gewesen sind; wo der Regen die Fenster beschlägt und einem vertraute Gerüche von der Küche in die Nase steigen; wo man Stimmen hört, die man kennt, auch wenn man nicht jedes Wort versteht...
The Shin nennt ihr neuestes Projekt Egari, auf Deutsch: Das ist’s.
Es zeigt die Zusammenarbeit des Trios mit georgischen Volksmusikern, Sängern und einem Tänzer und installiert doch einen modernen Sound. EgAri vereinigt den traditionellen georgischen Instrumentalstil mit mehrstimmigem Gesang und Volkstanz. Zum ersten Mal werden diese drei Elemente in einer für das Auge und das Ohr ausgezeichneten Version dargestellt. EgAri ist eine unkonventionelle Mischung alter und neuer Musikbestandteile, kaukasischer und moderner Instrumente, erstaunlicher georgischer Harmoniefolgen und vertrauter Jazzklänge. The Shin sind der Meinung, dass Musik sich ständig weiterentwickeln muss um lebendig zu bleiben. In diesem Sinne sehen sie sich als Bewahrer der georgischen Tradition.
Die Musiker knüpfen an einen Dialog zwischen Ost und West an, der Altes und Neues beinhaltet, das Heimische und das Fremde integriert, wie es in Georgien seit alters her Brauch war. Diese Verbindungen sind erfahrbar in den Gedichten von Shota Rustaveli, den Gemälden von Niko Pirosmani, der Architektur von Tiflis, der Choreographie von George Balanchine, den Filmen von Otar Ioseliani und nicht zuletzt durch die Musik von The Shin.