OqueStrada - TASCA BEAT – O Sonho Portuguȇs - der portugiesische Traum -
Wenn sie einmal den Namen Orchestrada gehört haben aber eigentlich Oquestrada gemeint war, sind sie hier genau richtig.
OqueStrada wurde in der Peripherie von Lissabon zu Beginn des neuen Milleniums geboren. Aus dem Wunsch heraus ein „mobiles Musical“ in Gestalt eines Stadtteilorchesters zu kreieren, mit Focus auf die Einzigartigkeit der einzelnen Bandmitglieder formte sich OqueStrada.
Das kleine umherziehende Stadtteilorchester tourte mehrere Jahre durch Portugal, arbeitete an seiner Bühnenkarriere und eroberte das Publikum aller Altersgruppen. In diesen Jahren entwickelte OqueStrada einen ganz eigenen Portugiesischen Sound der von einem Land erzählt, das sich im Wandel befindet, zwischen Land und Stadt, zwischen zwei Jahrhunderten.
2009 entstand TASCA BEAT – O Sonho Portuguȇs und wurde in Portugal von Sony veröffentlicht. Somit wurde der „Geheimtip“ von inzwischen schon ganz vielen Fans gelüftet und einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Von der Presse wurde das Album zu einem der Besten des Jahres ernannt, das Album gewann Gold und ein Titel wurde für den Preis der portugiesischen Autorengemeinschaft (Sociedad Portuguesa de Autores) nominiert. 2010 wird dieser Traum international, die CD wurde bei JARO Medien im Juni diesen Jahres europaweit veröffentlicht.
Miranda und Pablo gründeten OqueStrada. Beide kommen aus dem Entertainment, Miranda aus dem Theater mit Erfahrung aus den versteckten Fado-und Cap Verden-Tavernen, wo sie anfing zu singen; Pablo kam aus Frankreich mit einem Koffer voller Erfahrung aus der Kleinkunst. Sie gründeten dieses „mobile Musical“, geformt von einem kleinen sogenannten „Nachbarschaftsorchester“ bei dem die Personalität und Einzigartigkeit jedes einzelnen der Schlüssel zum Erfolg sind.
João Lima kam mit seiner portugiesischen Gitarre und Zeto Fejão mit seiner klassischen Gitarre hinzu um die Stimme und den Kontrabass zu begleiten.
Da OqueStrada immer die Türen offen hielt für Liebhaber der Straße kamen später die Akkordeonisten Donatello Brida und Marina Henriques sowie der Trompeter Sandro Manuel hinzu.
OqueStrada schlugen Ihr Qartier in einem alten Kino in der Stadt „Almada“ auf, mit Ausblick auf Lissabon auf der anderen Seite des Flusses Tagus. In der Realität der Vorstadt forderten sie ihr Schicksal heraus und gingen auf die Straße. Sie gingen von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt, sie eroberten die Haupstadt Portugals „Lissabon“ im Sturm. Sie spielten auf ausverkauften Bühnen während sie von einem versteckten „Migranten“-Portugal und von Vorstädten als charmante Plätze sangen.
OqueStrada entwickelte sich zur KULTBAND, Kopien von selbsterstellten Demoaufnahmen zirkulierten im Land und OqueStrada wurde zum Geheimtipp von Vielen. Ihre einfach Musik entstand aus dem Abenteuer zwischen kleinen Dorffesten und „Tascas“- kleinen portugiesischen Tavernen, Festivals und Konzertbühnen in den Städten.
OqueStrada kreierten einen abenteuerlichen Sound aus wenigen Mitteln, aus akustischem Sampling und einer originellen gut gelungenen Orchestrierung.
Einige Instrumente wie der Kontrabass, das Schlagzeug, das kleine Yamaha Keyboard kamen dazu und wurden vor der Mülldeponie gerettet, sie sind jetzt Schlüsselfiguren der Kompositionen zwischen Land und Stadt, zwischen den Jahrhunderten. Das Ergebnis war ein portugiesischer Sound, der von einem Land im Zwischenstadion erzählt. Sie nennen diesen Sound „Tasca Beat“. Es ist ein Sound von einem vibrierenden Portugal und von einem intimen Ort an dem Party und Melancholie aufeinander treffen.
Ein Sound der zum Fado hinzwinkert, der in ein vergessenes Land hinein hört das mit proletarischem Glamour die Straßen Lissabons und die Nachbarschaft der Vorstädte besingt.
Die Musik eines Hafens wo viele Sprachen mit dem Traum von Abreise und Wiederkehr erfüllt waren. Dort, wo wir auf ein neu erfundenes portugiesisches Herz trinken. OqueStrada singt den Sound der Vorstädte, den Sound in dem die alte und neue Stadt besungen wird. Es ist die alte Postkarte, verändert durch die Zeit. Es ist die rohe, populäre und sogar tanzbare Zelebrierung des Fado. Es ist auch Kuduro aus Angola und Funaná von den Cap Verden, brasilianischer Hip-Hop und viele andere Stile aus den verschiedensten Kulturkreisen, die mittlerweile in Portugal leben.
2009 nach ihrem ersten Konzert wurde „Tasca Beat“ - O Sono Português in Portugal veröffentlicht, hoch gelobt sowohl vom Publikum wie auch von den Kritikern. Vier Monate war das Album in den Pop Charts unter den Top 30.
Besetzung Live: Marta Miranda: Gesang Jean Marc Pablo: Kontrabass João Lima: Portugiesische Gitarre, Percussion, Keyboard Zeto Feijão: Gitarre, Gesang, Violine Marina Henriques: Akkordeon, Keyboard Sandro Manuel: Posaune
Marta Miranda (Gesang)
wurde in den 70ern in Lissabon geboren wo sie bis zu ihrem 9. Lebensjahr lebte. Anschließend zog sie mit Ihrer Famile in den Süden, dorthin, wo sie ein komplett anderes Land entdeckte. Aus dem Blickwinkel der Grenze zwischen Stadt- und Landleben entwickelte sich ihr künstlerischer Stil. 1991 kehrte sie nach Lissabon zurück um eine Schauspielausbildung zu beginnen. Über acht Jahre war sie als Schauspielerin in Theatern und Straßentheatern aktiv. Fasziniert von dem Thema “Immigration” erarbeitete sie ein entsprechendes Theaterstück, das sie im “Tasa Móvel” und “Incrível Club” aufführte. Ihre dramaturgischen Erfahrungen kann sie heute sehr gut bei der Darbietung Ihrer Musikstücke einbauen.
Jean Marc Pablo (Kontrabass)
wurde Ende der 70er Jahre in dem Pariser Vorort “Bry sur Marne” geboren. Portugiesisch hörte er bei seinen Nachbarn welche jedes Jahr im August nach Portugal fuhren und bei ihrer Rückkehr das Auto voll beladen hatten mit Orangen und Kabeljau. Ausgebildet in Industriedesign und Zimmererhandwerk wechselte er bald zum Show Business. In Frankreich arbeitete er im Kino, Theatern und öffentlichen Plätzen. Der Kontrabass war “sein” Instrument. Aber, als er im Jahr 2000 in Portugal ohne dieses ankam baute er sich selbst einen “contrabacia” (Kontrabass). Faszineirt von dem regionalen, kulturellen Erbe nahm er die Erinnerung an ein Land in ökonomischem Übergang als Basis für seine Arbeit. Mit Miranda gründete er “Association Piajio”, die Incrivél Tasca Móvel show, den Incrível Club und OqueStrada.
João Lima (Portugiesische Gitarre, Percussion, Keyboard)
wurde in Almada, Portugal in den 70ern geboren. Er studierte Architektur, spielt Portugiesische Gitarre und diese blieb bis heute sein Hauptinstrument. Er spielte in mehren Bands und entwickelte das Projekt “Guitarra electrónica Portguesa” (Portugiesische elektronische Gitarre). Seit 2001 ist er Mitglied bei OqueStrada und spielt hier auf einmalige Art und Weise die portugiesische Gitarre.
Marina Henriques (Akkordeon, Keyboard)
in den 70er Jahren geboren und aus einer Akkordeonistenfamilie stammend. Sie begann mit sieben Jahren zusammen mit ihrem Vater Akkordeon zu spielen. Im Teenageralter partizipierte sie an mehreren nationalen und internationalen Akkordeonwettbewerben. Sie gewann viele Preise unter anderen den 1. Preis im nationalen Wettbewerb. Sie studierte an der Musikhochschule und unterrichtet heute als Musiklehrerin. 2008 trat sie OqueStrada bei. Marina spielt im Wechsel mit Donatello. Bei OquStrada steht sie für die Tradion der weiblichen Akkordeonisten.
Zeto Feijão (Gitarre, Gesang, Violine)
ist in Almada, Portugal in den 70er Jahren geboren. Als Sohn eines Metallarbeiters, selbst in einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit aufgewachsen, arbeitete er gelegentlich im Bau- oder Gartengewerbe. Nachdem er in mehreren Rockbands gespielt hatte, kam er 2002 zu OqueStrada.
Sandro Manuel (Posaune)
wurde in den 80er Jahren geboren, als Jugendlicher spielte er in einem philharmonischen Orchester. Dort erlernte er Trompete zu spielen. Sandro beendete sein Musikstudium und spielte in verschiedenen Brass Bands. Ende 2009 kam er zu OqueStrada.
Pressestimmen:
„ In diesem Debütalbum ist Alles enthalten was diese multikulturelle Band aus Almada zu einem der besten und erfindungsreichsten Projekte seit vielen Jahren macht: Der Fado als Basis mit hunderten von anderen Stilen gepaart – unter anderem Hip Hop, Ska, Brasilianische Musik, Walzer, Morna, gespickt mit herrlichen Texten und Posen...“ António Pires in Time Out 2009
„Geleitet von Mirand- vielleicht war auch Carmen ihr erster Name, bewunderswert und wandelbar, eine Person die in der Lage ist verschiedene Personalitäten zur gleichen Zeit zu spielen - sie denken sich Verrücktheiten aus- in nur einem Song gibt es Tango/Musette, Mornas/Flamenco, Balcanic Fados und Bossas/Ska. Sie springen vom Pourtugiesischen zum Creole, ins Spanische, ins Englische und Französische und wieder zum Anfang zurück. Innerhalb von Sekunden ersetzen sie die Billy Idol Maske mit Roberta Flack. Wie eine philhamonische Band auf Acid. Pablo, Lima, Zeto und Donatella realisieren genau das, woran man bei dem Begriff „Worldmusic“ denkt." João Lisboa, Expresso 2009
„Tasca Beat“ ist der populäre Stadtteilsound der auf einer stilistischen Breite basiert, die von Fado, Balkaneinflüssen bis hin zu populärerer Musik reicht. (Balkaneinflüsse die gemäß OqueStrada´s Vision von der portugiesischen Tradition her stammen). Diese Musik ist mit unglaublich viel Humor gemixt und würde man „Tasca Beat“ nur als „Worldmusic“ bezeichnen, so würde man ihr nicht gerecht, da dieser Begriff die Musik von OqueStrada auf die artistische Freiheit über Grenzen zu gehen, reduzieren würde. Zu hören ist diese Musik in der Tasca nebenan." David Pinheiro, Disco Digital, 2009