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Willy Schwarz

//Willy Schwarz
Willy Schwarz 2014-07-17T11:40:30+00:00

Der als Sohn einer Deutschen und eines Italieners in den USA geborene Multi-Instrumentalist Willy Schwarz taucht ein in traditionelle Musik aus vielen Ecken auf diesem Globus. Er spricht musikalisch in vielen Sprachen. Und doch – alle Elemente vereinen sich zur jüdischen Weltmusik?

Allein schon seine Biografie verweist auf den kosmopolitischen Ansatz: Willy Schwarz lebt in Bremen, seine Mutter ist deutscher, sein Vater italienischer Herkunft, er selbst lebte lange in Indien und ging u. a. mit Tom Waits auf Konzerttour quer über die Kontinente. Schwarz saugt wie ein Schwamm die musikalischen Impulse all´ dieser „Ursprünge“ auf, verbindet sie in einem kontrastreichen, kurzweiligen Programm, das er ebenso mit Inbrunst wie mit Ambition ausfüllt.

Von diesem Musiker geht eine Friedfertigkeit und ein universaler Anspruch aus. Wenn er singt, öffnet sich die Seele – nicht nur die eigene, sondern die eines Volkes, einer historischen Situation, einer kollektiven Verzweiflung oder eines allgemeinen Glückstaumels. Schwarz, der u.a. musikalisch Syrien, Äthiopien, Irland, Iran, Jemen, Italien, Tadschikistan, Indien, Moldawien oder Usbekistan bereist und liebevoll als geistig-sinnliche Station wahrnimmt, ist ein wacher und sympathischer Geschichtenerzähler und Wandersmann. Dabei benutzt er als Begleitung Instrumente wie die kretische Lyra, die biblische Zimbel, die iranische Santur oder die äthiopische Fidel Massengo. Man ist immer wieder erstaunt, welche Kulturkreise er in Kooperation mit dem Bassisten Lüking oder dem Perkussionisten Kruzig zum individuellen Klingen bringt. Und selbst wenn er mit Kruzig auf einer großen Olivendose den virtuosen Rhythmus schlägt, sprühen die musikalischen Wurzeln, die zugleich eine Botschaft aussenden: Menschen aller Völker, vertragt euch! Das Leben ist gut! Die 2. „Klezmerwelten“ gingen atemberaubend intuitiv und kostbar zu Ende. Folgt ein Wiedererwachen in 2005? Die Organisatoren vom Stadtreferat Kultur – ihnen sei einmal mehr für die Klezmer-Initiative im Namen der vielen internationalen Gäste gedankt – sind nicht abgeneigt. Aber erst einmal müssten Sponsoren gefunden werden.

Geschrieben von: Hans-Jörg Loskill in WAZ (Gelsenkirchen)

Sein neues Projekt „Bremer Stadt Immigranten Orchester“ veröffentlicht Anfang April 2006 ihre erste CD “ Home Away From Home“ JARO 4273-2.

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