Schon als Musikschüler komponierte und bearbeitete THOMAS BECKMANN kurze Werke für sein Instrument und stellte sich diese zu seiner eigenen kleinen Celloschule zusammen. Aufgrund dieser Vorliebe für’s Forschen, Arrangieren und Komponieren führte er in seinen Konzerten neben klassischen Sonaten schon früh auch eigene Werke und Bearbeitungen auf.

Beckmann erhielt Cellounterricht bei Jürgen Wolf und Rudolf von Tobel. Seit 1980 studierte er bei Pierre Fournier, dessen umfangreiche Notenbibliothek der Lieblingsschüler nach seinem Tode erbte. Aus diesem Fundus stammen auch eine Vielzahl von kleinen klassischen Werken, die er in seinen Konzerten mit kurzen Einführungen erläutert. Eine Auswahl der kleinen Werke ist auf seiner im Jahre 1987 erschienenen CD Short Pieces for the Cello (JARO 4179-2) zu hören.

Pierre Fournier rühmte an Beckmanns Spiel „einen Ton von unvergleichlicher Schönheit“. Mit seiner geschmeidigen Art, sich auf dem Instrument zu bewegen, verleiht er den Melodien und Phrasen eine auf dem Cello ungewohnte Leichtigkeit. Durch Beckmanns unverwechselbaren Gesang auf dem ansonsten eher behäbigen Instrument entstand ein Celloklang, der von der internationalen Presse als „unverwechselbarer Sound“ und „golden tone“ gefeiert wurde. Die Verkaufszahlen seiner Veröffentlichungen erreichten allein im deutschsprachigen Raum mittlerweile sechsstellige Auflagen und zählten – auch im Ausland – in kürzester Zeit zu den erfolgreichsten im Handel.

Während der gepflegte Cello-Abend zum Bedauern eingefleischter Klassikfans zunehmend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, ist es Beckmann mit seinen ideenreichen Konzertprogrammen gelungen, ein großes kulturinteressiertes Publikum aller Altersklassen in ausverkauften Sälen zu begeistern. Auf seinen ausgedehnten Tourneen, die ihn unter anderem auf die Bühnen der Kölner und der Berliner Philharmonie führten, ist der gefeierte Virtuose Gast internationaler Konzertpodien und Fernsehstudios in aller Welt.

Besondere Erwähnung verdienen zwei Werke, die auch auf der CD Short Pieces for the Cello zu hören sind. Sie gehörten unter anderem zu einem Programm, das auf einer Tournee durch die damalige Sowjetunion aufgeführt wurde. Der mit Spannung erwartete Auftritt im Moskauer Kulturpalast wurde im gesamtsowjetischen Fernsehen ausgestrahlt und zu einem unvergeßlichen Ereignis besonderer Art, welches die Moskauer Tagespresse wie folgt kommentierte:

Vor frenetisch applaudierendem Publikum begeisterte das deutsch-japanische Duo Thomas Beckmann/Kayoko Matsushita das im hoffnungslos überfüllten Konzertsaal sitzende Publikum dermaßen, daß unter den wuchtigen Oktavgängen in Chopins ‚Introduction und Polonaise‘ der Steinway Flügel zusammenbrach und sich an diesem denkwürdigen Abend vor laufenden TV-Kameras sein rechtes Bein brach. Auf schiefem Flügel vollendete die japanische Virtuosin das letzte Stück des Abends. Nach der letzten Zugabe „Elegie“ verwandelte sich der Kulturpalast in einen wahren Hexenkessel. Das Publikum sprang auf die Sitze und zerriß das Programm zu Konfetti.

Dieser Enthusiasmus seiner Zuhörerschaft bestärkte Beckmann, auch in Zukunft eine außergewöhnliche Programmgestaltung zu wagen. Der Künstler, der in Clara und Robert Schumanns Düsseldorfer Wohnung lebt, arbeitet zur Zeit unter anderem an einem innovativen Programm, in dem er gemeinsam mit anderen Künstlern die Solosuiten J. S. Bachs aus einer spartenübergreifenden Perspektive heraus interpretiert.

Thomas Beckmann, der aus Düsseldorf stammt, zählt zu den bedeutendsten Cellisten unserer Zeit. Seine Cd’s „Oh! That Cello“ und „Short Pieces for the Cello“ zählen zu den erfolgreichsten Celloaufnahmen überhaupt.“ Hamburger Abendblatt“Sein Celloklang rührte bis tief ins Herz hinein.“ 

Ergreifende Suiten auf dem Cello Beckmann begeisterte das Publikum im Rathaus mit seiner Interpretation der Bach-Suiten, als deren bedeutendster Interpret er gilt.“ Weser Kurier

Von diesem Konzert mußte man sich einfach gefangen nehmen lassen.Tageszeitung

Beckmann präsentiert sich als ein Meistercellist, für den Flageolett-Oktaven bis in die allerhöchsten Lagen, gekoppelt mit fliegenden Staccati in rasendem Tempo, kein spieltechnisches Problem sind.Südwest Presse 

Den Konzerten geht die Begeisterung enthusiasmierter Fans voraus. Ein ungewöhnliches Ereignis beileibe nicht nur für hartgesottene Klassikfreunde.Die Wahrheit

Nahtlose Bogenwechsel, weites Aussingen der Melodien, geschmackvolles Vibrato, ein satter und doch transparenter Ton kennzeichnen sein Spiel. Seine Souveränität ist eine Folge der großen inneren Ruhe, mit der er technische Probleme meistert.Wiesbadener Kurier

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KAYOKO zählt zu den führenden japanischen Pianistinnen.
Ihr Klavierspiel steht in der Tradition der deutsch-französischen Klavierschule. Ihre besondere Liebe gilt der Musik Robert Schumanns, deren Studium ihr den Anstoß gab, nach Deutschland auszuwandern. Heute lebt die Künstlerin gemeinsam mit ihrem Gatten, dem Cellisten Thomas Beckmann, in der letzten Wohnung von Clara und Robert Schumann am Rande der Düsseldorfer Altstadt. Zu Gunsten obdachloser Menschen (Gemeinsam gegen Kälte) gab Kayoko 1999 ihre erste bundesweite Konzerttournee auf der ihr Spiel von Publikum und Presse begeistert gefeiert wurde.
Auf dem Programm standen Werke von Schumann, Beethoven und Chopin. Nami no Otó (Klang der Wellen) heißt ihr neues Projekt, mit dem sie erstmalig den Einfluss Japans auf die Musik des Westens nachweist.

Der Düsseldorfer Cellist spielt am Samstag, 11. August im Innenhof von Castel Gandolfo für Papst Benedikt XVI. und seinen Bruder Georg Ratzinger, den früheren Regensburger Domkapellmeister. Dazu singt das Regensburger Vokalensemble Cantico geistliche Werke deutscher Romantiker. Das Konzert findet in exklusivem Rahmen statt, vor nur 150 handverlesenen Gästen.

„Die Begegnung mit dem Heiligen Vater bei dieser musikalischen Stunde erfüllt uns mit großer Dankbarkeit. Daraus werden wir neue Kraft für unser Engagement für Menschen in Not schöpfen“, sagt Beckmann. Der Star-Cellist ist bekennender Katholik und war früher Ministrant. „Ohne die Kirche wäre die Welt ärmer“, ist er überzeugt. Die Kirche sei immer auch eine dienende gewesen und erhebe weltweit ihre Stimme gegen Armut, Ausgrenzung und Ausbeutung. Musik sei dafür eine Sprache, die in der ganzen Welt verstanden werde. Nach langer Zeit der Krankheit wird für das Papstkonzert Beckmanns schwer kranke Frau Kayoko aus Japan nach Europa zurückkommen. Die Pianistin begleitet ihren Mann bei Beethovens A-Dur-Sonate auf dem Konzertflügel. „Wir schenken Musik und werden dadurch selber beschenkt“, so Beckmann. Yuko Kasahara, die mit Thomas Beckmann während Kayokos Erkrankung spielte, wird beim Konzert auch ein Stück von Ravel begleiten.

Viermal gastierte Beckmann bereits in Regensburg, immer auch zugunsten der Caritasarbeit in der Heimat des Papstes. Papstbruder Georg Ratzinger war Schirmherr der Konzerte und zeigte sich tief beeindruckt. Das Konzert in Castel Gandolfo wird deshalb auch in Zusammenarbeit mit dem Diözesan-Caritasverband Regensburg organisiert. Dieser feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen. „Es ist für uns eine große Freude, dass wir dem Heiligen Vater im Jahr seines 85. Geburtstages dieses musikalische Geschenk machen können. Als Regensburger

Caritasverband fühlen wir uns dem Papst besonders verbunden. Es ist kein Geheimnis, dass der Papst ein großer Freund der Musik ist“, sagte Diözesan-Caritasdirektor Dr. Roland Batz.

Thomas Beckmanns Engagement für Obdachlose

Als Gründer des Vereins „Gemeinsam gegen Kälte e.V.“ unternahm Beckmann bisher seit 1996 bundesweite Benefiztourneen, bei denen er zugunsten obdachloser Menschen in Kirchen und Konzertsälen Deutschlands ohne Gagen auftrat. Der Künstler spielt auf seinen Konzerten das legendäre „Il Mendicante“-Cello aus der goldenen Periode des berühmten Geigenbauers und Stradivari-Schülers G. B. Guadagnini. Das Instrument entfaltet seine orchestrale Klangfülle und sein bis in den letzten Winkel tragendes Pianissimo somit nicht nur als Ausdruck faszinierender musikalischer Virtuosität, sonder auch als ergreifende musikalische Botschaft gegen menschliche Kälte.

Herausgegeben von: Gemeinsam gegen Kälte e.V. und Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V.

Der „Gemeinsam gegen Kälte e.V.“ wurde im Jahre 1996 vom Cellisten Thomas Beckmann gegründet. Sein Ziel ist es, obdachlosen und armen Menschen zu helfen. Er fördert über 300 Projekte in rund 100 deutschen Städten. Der Verein finanziert sich durch Benefizkonzerte, allgemeine Spendenaufrufe, öffentliche Mittel und die Unterstützung von Sponsoren. Vorsitzender des Beirats ist Richard von Weizsäcker.

„Gemeinsam gegen Kälte e.V.“ unterstützt bestehende Strukturen vor Ort: städtische Organisationen, die christlichen Kirchen, örtliche Wohlfahrtsverbände sowie private Bürgerinitiativen. Gemeinsam arbeiten sie gegen das Elend, das arme und obdachlose Menschen durchleben müssen.
Zusammen mit diesen Partnern führt der Verein konkrete Projekte durch: von der medizinischen Sofortbetreuung durch Ambulanzbusse (z.B. in Essen), der Einrichtung und Renovierung von Wärmestuben (z.B. in Bremen) bis zur gezielten Versorgung obdachloser Frauen (z.B. in Düsseldorf). Der Vielfalt der Projekte sind keine Grenzen gesetzt.

Der Verein verfolgt auch meinungsbildende Ziele: In Deutschland leben eine halbe Millionen Menschen ohne eigene Wohnung. Über 30.000 von ihnen sitzen nachts in den Fußgängerzonen – und nicht wenige frieren sich zu Tode, verhöhnt als Penner und Faulpelze. Die Obdachlosigkeit zu besiegen ist das Ziel des Vereins. Die Zahl der Obdachlosen müsste – auch in wirtschaftlich schlechter Zeit – längst nicht so groß sein wie sie ist. Die Gesellschaft muss umdenken und die Zahlen durch konkrete Hilfe senken. „Gemeinsam gegen Kälte e.V.“ fordert soziale Gerechtigkeit und eine gesellschaftliche Mobilisierung gegen Armut, soziale Isolation und Obdachlosigkeit.

„Gemeinsam gegen Kälte e.V.“ ist eine Bewegung gegen Obdachlosigkeit, Armut und soziale Kälte – helfen Sie mit!

Für weitere Informationen: www.gemeinsam-gegen-kaelte.de/.