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Koli

16,00 

„Koli“ geht auf Nummer 7 der World Music Charts Europe und auf Platz 4 der World Music Charts Deutschland im November 2010!

Art.-Nr.: ZENCD2132 Kategorie: Schlüsselworte: , ,

Produktbeschreibung


Piirpauke, der Pionier der finnischen Weltmusik, hat das Line-up erneuert und ein neues Album veröffentlicht, „Koli“ (Rockadillo Records, 2010). In gewisser Weise ist das neue Album eine Rückkehr zu den Wurzeln der Gruppe als Jazz-Band, die finnische Volkslieder spielt. Die zentrale Figur der Band, Sakari Kukko, und das Langzeitmitglied Ismaila Sane werden nun von der hochkarätigen Jazz-Rhythmusgruppe um Eerik Siikasaari & Rami Eskelinen (vom Trio Töykeät) sowie dem Rock-Gitarrist Jukka Orma (Sielun Veljet etc.) ergänzt.

Die Musik auf dem Album stammt teilweise aus den Wurzeln der finnischen pelimanni Musik, teils aus klassischen Kompositionen aus der Zeit der finnischen nationalen Romantik – alle mit einer stark multikulturellen Geräuschkulisse in einem wahren Piirpauke Stil. Vier Stücke sind Eigenkompositionen von Jean Sibelius (1865 – 1957), einschließlich des sehr beliebten Konzertstückes „Valse Triste“.

Line-up (2010):

Sakari Kukko – Saxophone, Flöten, Klavier

Ismaila Sane – Percussion

Eerik Siikasaari – Kontrabass

Rami Eskelinen – Schlagzeug

Jukka Orma – Gitarren

Piirpauke wurde 1974 gegründet, als eine Gruppe von Jazzmusikern mit Volksmusik als Basis für Improvisationen. Wir haben unser Repertoire schnell erweitert in Richtung Balkan und noch weiter und im Laufe der Jahre hatte die Band mehrere internationale Mitglieder. Mein Interesse an klassischer Musik ist auch immer zu hören gewesen: Piirpauke hat Melodien von Mozart, Schubert, Dvorak, Ravel, Schostakowitsch, Beethoven, Bartok, de Falla, Klami und Merikanto gespielt.

Nach einer Reise um die Welt sowohl musikalisch als auch physisch hat sich der Kreis jetzt geschlossen – Jazz-Musiker spielen wieder finnische Volksmusik. Abgesehen davon ist die Verbindung zwischen traditioneller und klassischer Musik nun das Hauptthema des Albums, sowie nationale Romantik, wie es der Albumtitel und der Auerhahn auf dem Booklet angeben.

Der Opener „Blue Alma“ wurde aus einer Reihe von Tänzen vor hundert Jahren von Toivo Kuula (1883-1918) komponiert.  Diese Komposition stellt den Kulminationspunkt zwischen der finnischen Folk- und Kunstmusik dar. Eine der Legenden der finnischen Volksmusik, Matti Haudanmaa (1858-1936), spielte auch „Paimenen Polska“ (Polska del Pastor). „Kaustinen-Dakar“ beginnt mit zwei weiteren Melodien aus dem Repertoire von Matti Haudanmaa (Kaapo Syrjälä’s Polska aus Kurikka und Heikki Rintala’s Polska von Lapua), führt aber zu Senegal und beweist, dass Polska und Mbalax das gleiche ist. Genau wie Polska und Buleria! „Romance“ von Peter Iljitsch Tschaikowsky ist die einzige nicht-finnische Komposition auf diesem Album. Zu der Zeit war Finnland ein Großherzogtum des zaristischen Rußlands. Tschaikowsky wurde im finno-ugrischen Udmurtien geboren und war immer den Finnen zugeneigt. Es war auch der Einfluss auf Sibelius, so dass er thematisch in dieses Album sehr gut passte.

Jean Sibelius (1865-1957) komponierte „Musette“ für ein Stück von Adolf Paul, das er König Christian nannte. Ich widme diese Version meinem Vater Pauli Kristian Kukko. Sibelius hatte eine Vision von Dudelsäcken, als er dieses Stück komponierte und die Volksmusikeinflüsse sind offensichtlich. In „Rondino“ wirft Sibelius einen Blick zurück auf seine Kindheit und „Romanssi“ (Romance) ist seine Reaktion auf Tschaikowskys Herausforderung. Es wurde gesagt, dass Sibelius sein wahres Selbst nach Anhörung der Folksängerin aus Ingrian, Larin Paraske, im Jahr 1891 und dem Besuch der Wildnis von Karelien fand. Koli in Nordkarelien war die Landschaft, wo sich zahlreiche finnische Künstler der nationalen Romantik-Ära inspirieren ließen.

Sibelius sagte seinem Schwiegersohn, dass er einen Traum hatte, in dem er ein Jazz-Stück komponierte. Allerdings hat er es nicht aufgeschrieben, als er aufwachte und es tat ihm nachher sehr leid. Nun, zumindest ein Jazzmusiker hat „Ainola Festivo“ unter dem Einfluss von Jean’s Romance komponiert. In Sibelius Welthit „Valse Triste“ höre ich einige Flamencoeinflüsse. „Lo-Hi“ basiert auf dem Ost-Karelieschen Kantele Song „Maanitus“ (Trepatska). Ich fand es auf einer Compilation namens Entiset etniset, die einige der ältesten Volksmusik-Aufnahmen enthält und vom finnischen Rundfunk YLE veröffentlicht wurde. Auf dieser Compilation wurde es von Vanja Tallus aka Ivan Trofimoff interpretiert. Auf dieser Compilation habe ich „Pippuripolska“ (Spicy Polska) von Riskun Pelimannit aus Karvia gefunden. „Konstan Parempi Valssi“ (Konsta’s Better Waltz) von Konsta Jylhä (1910-1984) war der größte Hit des Volksmusik-Boom in den frühen 1970er Jahren, angefochten durch Piirpauke’s Konevitsan kirkonkellot. Es war an der Zeit, eine Piirpauke Interpretation von Konstan’s Erkennungsmelodie zu machen.

Kuhmo, April 2010, Sakari Kukko

Mehr denn je ist der Begriff „Weltmusik“ heute in aller Munde. Aber einige erahnten dies schon früher als andere und lange, bevor dieser Begriff entstand, gab es schon Musiker, die Melodien, Rhythmen und Instrumente aus aller Welt in ihre eigene Musik einbezogen.

Sakari Kukko, visionärer Weltreisender und Multiinstrumentalist, war einer von diesen Weitsichtigen, als er 1974 die erste Besetzung von PIIRPAUKE zusammenstellte. Belohnt wurde er gleich mit einem Hit, „Konevitsan Kirkonkellot“ (auf GLOBAL SERVISI, JARO 4150-2). Seit diesem Erfolg mit einem prägnanten karelischen Lied hat Kukko seine ständig verbesserten Besetzungen auf brilliante musikalische Reisen durch die Länder des Balkan, die Länder am Mittelmeer, die Türkei, Lateinamerika und viele Orte dazwischen geführt.

Bevor er das Projekt PIIRPAUKE Mitte der 90er Jahre einstweilig für beendet erklärt hat, hatte er zahllose Konzerte in West- und Osteuropa, in Indien, der Türkei und der früheren Sowjetunion gespielt und nahezu 20 Platten aufgenommen.

Sakari Kukko war nie zufrieden mit gefälliger „Fusion-Musik“; sein Bestreben ist es immer gewesen, das Feuer und die Schönheit von den inspirierendsten Quellen zu beziehen, wo er sie auch immer finden konnte. So ist er mit seinen wechselnden Besetzungen immer ein echter Botschafter der Weltmusik gewesen.

Ausgezeichnet als einer der führenden Jazz Saxophonisten Finnlands in den frühen Siebziger Jahren, hat Sakari Kukko sein Arreal an Flöten und Holzblasinstrumneten auf seinen Weltreisen ständig erweitert. Er spielt ausserdem furios Keyboard und benutzt gelegentlich auch seine Stimme – allerdings mit durchaus ironischer Färbung.

Die Liste der von ihm bereisten Länder, in denen er immer auf der Suche nach neuen Klängen oder Melodien ist, ist lang. Ausserdem hat er längere Zeit in Columbien, in Spanien und auf Teneriffa gewohnt – nah genug an dem von ihm besonders gern bereisten Senegal.

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