HEART BEATS

16,00 

Melodien und Tänze, die überall auf dem Balkan bei Festen gesungen und gespielt werden, sind der musikalische Pool aus dem die drei Musiker von BalkaNova schöpfen…

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Artikelnummer: BOSREC228-12 Kategorie: Schlüsselwort:

Beschreibung

Melodien und Tänze, die überall auf dem Balkan bei Festen gesungen und gespielt werden, sind der musikalische Pool aus dem die drei Musiker von BalkaNova schöpfen. Das reiche Material dieser Region spiegelt jede menschliche Emotionalität von Melancholie über Tragik, erfüllter und unerfüllter Liebe, bis hin zu atemberaubender, an Trance grenzender Euphorie wieder.

BalkaNova interpretiert diese Volkslieder auf eigene Weise: Die Art der Interpretation wiederholt sich nicht bei jeder Strophe oder jedem Refrain wie im traditionellen Volkslied üblich. Die Arrangements des Ensembles orientieren sich sehr genau an den Textpassagen eines jeden Songs. Harmonien, Rhythmus, Metrik und Dynamik verdeutlichen in jedem Moment den Sinn der Worte. Auf diese Weise sind Begleitung, Melodie und Text gleichberechtigt und eng miteinander verwoben wie in einem romantischen Kunstlied. BalkaNova transformiert diese historischen Balkan-Volksweisen zu neuen individuellen Formen.

Dieses originelle Trio beweist mit künstlerischen Mitteln die Willkürlichkeit nationalstaatlicher Grenzziehungen. Serben leben, arbeiten und musizieren in Bulgarien, Rumänen in Serbien, Kroaten in Griechenland, Türken in Bulgarien. Die jahrhundertealte Balkan-Folklore stellt ein fragiles multiethnisches Kulturkonzept dar, das eine künstlerisch reiche Formenvielfalt entwickelt hat.

BalkaNova konzertierte im April 2010 mit dem Bulgarischen Schlagzeuger und Ausnahme-Perkussionisten Stoyan Yankoulov beim BERLIN BALKAN SLAM Festival. Hieraus ergab sich eine freundschaftliche Zusammenarbeit, die auf dieser CD Heart Beats dokumentiert wird.

Die Sopranistin Viktoria Lasaroff stammt aus Sofia (Bulgarien) und stand schon als Kind auf der Bühne des Berliner Metropol Theaters. Ihre musikalische und gesangliche Ausbildung erhielt sie zunächst an der Spezialschule für Musik Georg Friedrich Händel und als Jungstudentin am Julius Stern Institut der Hochschule der Künste Berlin, wo sie auch ihr Studium absolvierte. Im Jazzgesang ließ sie sich von Doro Dalg, Judy Niemack und Kara Johnstad ausbilden. Ihre warme facettenreiche Stimme und ihre vielseitigen darstellerischen Fähigkeiten verbinden sich zu einer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz.

Andreas Brunn studierte an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar Gitarre und Musiktheorie. Seine Komposition “Two Faces” wurde mit dem 1. Preis des Gitarrenkompositionswettbewerb „OpenStrings“, ausgeschrieben durch das Fachmagazin AKUSTIKGitarre, ausgezeichnet. Der Gitarrist konzertierte auf europäischen und asiatischen Festivals und arbeitete u.a. mit Uli Bartel, Mack Goldsbury, Ralf Siedhoff, Hans Hartmann, Ferenc Snetberger, Ateshan Husseinov und Petri Hakala. Bei Topo Gioa nahm er Unterricht im Congaspiel und unterrichtet Percussion nach der Ta-Ke-Ti-Na Methode. Als Stipendiat der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin war er in Bulgarien und Finnland. 2004 und 2007 war er künstlerischer Leiter des von der EU unterstützten Projektes „Junge Musik Karawane-Europa“.

Der Kontrabassist Horst Nonnenmacher hatte seinen musikalischen Einstieg in einer Hard-Rock Band. Sein weit gestreutes musikalisches Interesse brachte ihn schließlich zu einem klassischen Kontrabass-Studium an der Hochschule der Künste in Berlin. Als Gründungsmitglied der legendären “Association Urbanétique” und als Mitglied weiterer aktueller Jazz-Projekte wie dem “Hannes Zerbe Quartett Bukolik” oder dem “Modern Klezmer Quartett” etablierte er sich in der deutschen und internationalen Jazzszene. Er arbeitete u. A. mit Paul Bley, Mircea Tiberian, Alexander von Schlippenbach und Sam Rivers zusammen. Als kreativer Musiker und Komponist bekannt, spielt er mit vielen Künstlern auch außerhalb der Jazzszene wie z.B. in der Afrobrasilianischen Band “Oloyé” mit der brasilianischen Sängerin Eutália de Carvalho.

Horst Nonnenmacher ist als Stimmführer der Kontrabässe Mitglied im “Junges Orchester der FU Berlin” tätig. Er konzertierte u.a. beim Moers Festival und beim Jazzfest Berlin und verzeichnet Auftritte in Europa, den USA und Australien.